Touching The Rainbow
TL;DR: Hör auf die Nachbarskatze als Teilzeithaustier zu sehen!

Ich habe über zwanzig Stunden nach meiner Katze gesucht. 
Ich bin gestern Abend bis in die Nacht stundenlang im strömenden Regen rufend die Straßen abgelaufen und habe mit der Leckerlidose geraschelt und habe den Rinnstein nach einer kleinen flauschigen Leiche abgesucht, bis ich völlig durchnässt war. 
Ich bin bis drei Uhr morgens alle 30 Minuten an die Tür und habe gerufen. 
Heute Morgen ist mein Vater die Straßen nochmal mit dem Rad abgefahren und meine Mutter hat bis wir wieder zu Hause waren gewartet, damit jemand zu Hause ist. 

Wir haben allen umliegenden Nachbarn Bescheid gesagt - und dabei spannende Dinge erfahren. 
ZB, in welche Häuser meine Katze gerne geht, wer sie gerne zum kuscheln da hat und wer ihr ab und an ein Schälchen Milch hinstellt. All das sind Nachbarn, die ich mindestens einmal die Woche sehe, meist spricht man häufiger. Man kennt sich, seit Jahren. Jahrzehnten. 
Dass sie meine Katze als Kuscheltier sehen, das man in die Wohnung lässt, habe ich heute zum ersten Mal erfahren. 

Ich habe die letzten zwanzig Stunden wahnsinnige Angst gehabt und mir jede Minuten Sorgen gemacht. 
Im Januar wurde unsere Mia überfahren, zwei Jahre vorher ist Sophie erst nach zwei Wochen aufgefunden worden, da sie eingesperrt war. Ein halbes Jahr später war sie tot - ich hatte solche Angst, was mich erwartet wenn ich Luzi finde. 

Um drei habe ich bei einer anderen Nachbarin geklingelt. Ich wollte schon fast gehen, da öffnet sie mir die Tür - mit meiner Katze auf dem Arm. 
"Ja ich hab's erst vorhin bemerkt dass er im Haus war und ich wollte dann die Tür aufmachen aber er wollte wegen dem Wind nicht raus."
Ich glaube kein einziges Wort. Eine große, weiße Katze fällt auf, Luzi ist jung und treibt den ganzen Tag Schabernack und liegt nicht nur pennend in der Ecke. 
Und selbst wenn - eigentlich packt man das Tier sofort und liefert es gleich wieder in seinem zu Hause ab. 

Und warum schreibe ich das jetzt?
Weil ich euch so oft solche Dinge tun sehe. 
Auf Snapchat, auf Twitter und auf Instagram. 
Ihr erzählt, dass ihr für die Nachbarskatze Futter kauft, dass das so nett ist wenn sie vorbei kommt, dass ihr nichtmal wisst wem sie gehört, dass ihr euch so freut wenn sie da ist. 

Ihr zieht mit jedem einzelnen Leckerli diese Katze aus ihrem Haus. 
Ihr schaufelt mit jedem einzelnen Leckerli ihr Grab. 
Ihr seid der Grund, dass Menschen wie ich schlaflose Nächte haben und überlegen müssen, sie nicht mehr nach draußen zu lassen. 

Ja und warum? Das ist noch nur ein bisschen!
Nein. 
Für meine Katze ist es ein Grund, erst ein paar Stunden später nach Hause zu kommen, da sie ja keinen Hunger mehr hat. Und kuscheln gibt's ja auch bei euch. 
Sie kommt also erst um zwölf Heim, statt um sechs, wenn es bereits dunkel ist und die Gefahr überfahren zu werden deutlich steigt. 

Aber nicht nur das. 
Ihr habt im Supermarkt ein paar Leckerli mitgenommen. Ist doch nix dabei!
Doch. 
Denn ich mache mir täglich Gedanken um die Ernährung und die Gesundheit meiner Tiere. Ich stehe stundenlang in der Küche und schneide Fleisch bis mir der Rücken kracht, gebe über hundert Euro jeden Monat für gutes Futter aus und beschäftige mich täglich mit Bedarfswerten. 

Katzen können an Diabetes erkranken, an Harnkristallen und an IBD, einer Art Morbus Chron. 
All diese Krankheiten sind Ernährungsbedingt. Bereits "das kleine bisschen", was meist mehr als eine Tagesration ist, ist genug, um Tieren mit Vorbelastung massiv zu schaden. 
Und dabei spreche ich nicht von den bereits erkrankten, die sich mit äußerst schmerzhaften Durchfällen oder unfähig Urin abzulassen quälen. Die Folgen, die ihr nicht seht. 

Denn da seid ihr schon wieder weg. 
Ihr seid für den Moment da, das ist lustig und spaßig. 
Wir Besitzer sind jedoch ihr ganzes Leben für sie da - WIR sorgen uns, WIR lassen ein Vermögen beim Tierarzt und WIR sind es, die sich den Arsch aufreißen, um den Tieren ein gutes, langes Leben zu bescheren. 
Und vor allem: WIR sind die, die sich wundern warum die Katze plötzlich dick wird oder warum sich ihr Gesundheitszustand drastisch verschlechtert, obwohl wir alles tun was in unserer Macht steht. 

Und so einfach ist das: Wenn ihr Tiere haben wollt, dann adoptiert selbst welche. Und wenn ihr die Verantwortung nicht tragen könnt, nehmt uns nicht unsere. 

"Ja aber sie kommt doch von allein in mein Haus!"
Dann werft sie raus! 
Streichelt sie draußen, besucht uns und fragt uns nach kLeckerlis, die ihr ihnen in eurem Garten geben könnt. Wir freuen uns, wenn ihr unsere Tiere mögt, wirklich. Wir freuen uns aber noch mehr, wenn ihr verantwortungsbewusst handelt. 

Denn was passiert, wenn eure Nachbarskatze sich heute zu euch ins Haus schleicht und sich auf ihre heimliche
Schale Milch freut... und ihr sie nicht bemerkt und für zwei Wochen in den Urlaub fahrt?


Touching The Rainbow
Natürlich geht die Geschichte weiter, und das ist der momentane Stand:

Zuallererst, der Mieze geht es besser. Langsam. 
Samstag vor einer Woche ging es ihr so schlecht, dass ich dachte, sie überlebt das Wochenende nicht mehr - nichts gefressen, nicht mehr geputzt, nur noch apathisch vor der Heizung gelegen.
Das war Gott sei dank der Tiefpunkt, seither geht es langsam bergauf und ich hoffe, es bleibt dabei. Sie spielt wieder mehr, jagt im Garten Mieze2 und ist wacher. Liegt aber trotzdem noch mehrere Stunden täglich quasi in der heißen Heizung und essen ist immer noch ein schwieriges Thema. 
Ich hab jetzt Bioserin gekauft, eine Flüssignahrung aus Protein und allem, was Katze zum überleben braucht. Hilft übrigens bei fast allen Tieren, falls ihr mal in die Situation kommt.
Wenigstens bleiben wir konstant bei 2,7kg.

Dann... Die Menschen. 
Das Telefonat mit der Pflegestelle als auch der Vorsitzenden des Vereins verlief so, dass beide Damen jeweils ca 15 Minuten ohne Unterlass ins Telefon gebrüllt haben. 
Warum auch immer, immerhin haben sie Scheiße gebaut, aber anscheinend ist Angriff die beste Verteidigung. 
Verantwortung will keine übernehmen. Zurückgeben sollen wir sie halt dann, morgen würde dann eben die Pflegestellendame vorbeikommen und sie mitnehmen. Ja, genau: Weil ich meine arme Katze jemanden gebe, der sich anderthalb Jahre nicht um sie gekümmert hat und wegen dem sie überhaupt erst so krank ist. "Ja, dann geben sie halt die Salbe mit, meine Güte." Mhm, klar. 
Ich bin ja gespannt, ob die morgen tatsächlich vor der Tür steht. 
Die Katze bleibt jedenfalls hier. Und wenn sie sich auf ihre leeren Köpfe stellen.

Immerhin hat die Betreiberin der Pflegestelle (welche selbst Vorsitzende eines Tierschutzvereins ist!), nennen wir sie der Einfachheit mal Frau Klein, während ihrer Tirade zugegeben, dass bereits ein augenheilkundlich praktizierender Tierartzt festgestellt hat, dass es sich dabei um eine Entzündung handelt und eine Augensalbe verschrieben hat, aber die Katze hat sich bei der Salbe gewehrt (ach sag bloß!) und dann hat man es halt gelassen, und überhaupt hätte sie das aus ihrer eigenen Tasche bezahlt und das wäre ja wohl mehr als man verlangen könnte. 

Besonders schön: Wir wissen jetzt, worum es sich handelt: Katzenschnupfen!
Nein, das ist kein normaler Schnupfen, sondern eine ziemlich ernste Virusinfektion, die tödlich enden kann. Und natürlich hoch ansteckend ist.
Besonders schlimm ist er mit Augenbeteiligung, wie das hier der Fall ist, denn im schlimmsten Fall fallen schlichtweg die Augen raus. Oder platzen. Ja. Das ist so schrecklich wie es sich anhört.
Aber das wirklich bittere ist: Hätte man das von Anfang an vernünftig behandelt, könnte die Katze heute wieder sehen.

Den Namen des Augenarztes, irgendwelche Befunde oder sonstwas haben wir natürlich nicht bekommen. "Ja, das ist zwei Jahre her, da erinnert sich der doch nicht mehr dran!" Dass auch Tierärzte eine Dokumentationspflicht haben, ist wohl nicht bekannt. 
Angeblich ist sie auch auf Leukose, FIV und FelV getestet, aber nachdem ich bis heute nur mündliche Zusagen habe und beide Damen eher von der Märchenfraktion sind, testen wir es nochmal. Immerhin hatte sie nie eine rasierte Stelle, die auf eine Blutabnahme in den letzten Wochen hingedeutet hätte.

Und wer weiß? Vielleicht laufen in dem Rudel noch ganz andere Krankheiten mit, die man "übersieht".


Fortsetzung folgt.

Touching The Rainbow
Meine Katze ist krank. Sehr. Vermutlich wird sie nie wieder richtig gesund werden. 
Meine Katze kam vor vier Wochen aus dem Tierschutz zu mir.
Vermittelt als gesundes Tier. 
Wissentlich krank vermittelt. 
Wissentlich über ein Jahr unbehandelt und trotz hoch ansteckender Infektion mit anderen Tieren gehalten.
Wissentlich in einen Haushalt mit 2. Katze vermittelt. 

Ich war heute mit Mieze Nr.1 beim Tieratzt, nachdem sie gestern schlimme Hustenanfälle hatte.
Die erste Frage des Arztes war: "Und wie wird sie aktuell behandelt?" 
Wie, aktuell? Gar nicht, warum? Warum soll unsere Katze bisher behandelt werden, haben wir uns gefragt, kam sie doch erst vier Wochen vorher gesund zu uns. Ok, ihre Augen tränten und waren trüb, aber das wussten wir ja, schließlich wurde uns schon im ersten Gespräch gesagt, sie wäre geblendet worden und hat daher die Sehbehinderung. Und verschlossene Tränenkanäle wären in dem Fall nichts ungewöhnliches. 

Nun, leider handelt es sich bei der rührenden Geschichte mit der verätzten Katze um eben das - eine phantasievolle Geschichte. Denn eigentlich sind es multible, schwere Entzündungen der Netzhaut und Hornhaut des Auges, ausgelöst durch hoch ansteckende und gefährliche Erreger. 
Die über lange Zeit unbehandelt den ganzen Organismus schwächen, die Katze krank machen und die Augen schlicht verfaulen lassen. 
Es gibt keine Anzeichen für eine Verätzung oder anderweitige Verletzungen oder Narben - nur eine seit sehr, sehr langer Zeit unbändig tobende Erkrankung. Gegen die nichts vom Verein oder der Pflegestelle unternommen wurde. Ob das auch auf den zuständigen Tieratzt zutrifft kann ich nicht sagen, mir werden seit Wochen die Vorbefunde und sowohl Namen als auch Kontaktdaten verwehrt. 

Es ist zweifelhaft, ob sich das jemals in den Griff bekommen lässt. Oder wie lang sie leben wird. 

Ich habe im Vorfeld der Vermittlung mehrfach gesagt, dass ich gerne ein Tier mit Handicap nehme, aber die Belastung einer chronischen Erkrankung nicht mehr schaffe. 
Weder seelisch noch finanziell. 
Meine Pfingsten verstorbene Katze hat in wenigen Monaten eine Tierarzt & -Klinik Rechnung von ca 4000€ angehäuft. Ich bin monatelang mit dem Gedanken ins Bett gegangen "bitte lebe morgen noch". 
Ich KANN es einfach nicht schon wieder durchstehen. 
So gern ich helfe, auch wenn klar ist dass es immer mal Tierarztrechnungen und Probleme geben wird - ich KANN es in diesem Maß nicht mehr. 

Wir haben heute eine Behandlung mit Antibiotika und Augensalbe begonnen, am Samstag ist der nächste Termin. 
Ein Rückruf der Vorsitzenden des Vereins steht noch aus, ich bin gespannt was sie dazu zu sagen hat.


Ich stehe seit Oktober wegen der Katzen in Kontakt mit Tierschutzvereinen. 
Und es tun sich bei jeder Gelegenheit neue Abgründe auf. Wieder und wieder und wieder. 
Und heute beginne ich damit, es aufzuschreiben.
Touching The Rainbow

31.10.2012

„Remember, remember the Fifth of November 
Gunpowder, treason and plot; 
I know of no reason why gunpowder treason 
Should ever be forgot.“

IMG_0389

IMG_0388

Guy Fawkes Masken sind den meisten als “Gesicht” der Anonymous Bewegung bekannt oder aus “Vendetta”. Er war jedoch eine reale Figur, ein katholischer Offizier Englands, der am 5. November 1605 ein Attentat auf dessen König Jakob I. versuchte.

Ich wollte zu Halloween dieses Jahr etwas machen – ein Facepaint, etwas, das über die üblichen Augenmakeups hier hinaus geht und was anderes als den hundertsten Sugar Skull, auch wenn die wirklich schön sind, also war die Entscheidung schnell gefallen.

Wer mir auf Twitter folgt, kann schon seit ein paar Tagen die erste Testversion des Makeups auf meinem Profilbild sehen. Ich wurde ziemlich oft drauf angesprochen und bin sehr begeistert, daß es SO gut ankommt, denn das hätte ich mir nicht gedacht. Ich hoffe, euch gefällt es ebenfalls!

IMG_0314

Ich habe verwendet:

  • Leucosilk für scharfe Kanten der Ränder
  • Weiße Fettschminke
  • Schwarzer Geleyeliner
  • Taupe-Brauner Lidschatten für die Schattierungen
  • Rosa Rouge
  • Wimpernkleber, Prittstift und Babypuder für die Augenbrauen
  • Natürliche Wimpern und Tusche

 

Geschminkt wird das ganze so:

  1. Ränder mit Leucosilk abkleben
  2. Augenbrauen mit Unmengen an Prittstift oder Wimpernkleber und Babypuder verschwinden lassen (Stift, Puder, Stift, Puder, Kleber, Puder)
  3. Gesicht vollständig mit Weiß abdecken und abpudern
  4. Augenbrauen und Bart mit schwarzem Geleyeliner malen
  5. Konturen mit dem Lidschatten aufmalen und verblenden
  6. Wimpern aufkleben und tuschen
  7. Rose Bäckchen aufmalen
  8. Leucosilk abziehen
  9. In ein schwarzes Cape werfen und einen schwarzen Hut aufsetzen
  10. Umfeld erschrecken

Wer bewegte Bilder braucht, findet hier ein schönes Video Tutorial

 

Habt einen schönen Abend und sammelt fleißig Süßkram! 
Touching The Rainbow
Ende September ist mir diese Idee irgendwo im Internet über den Weg gelaufen und ich war sofort Feuer und Flamme dafür, dieses Jahr sowas zu basteln. 
Es ist einfach, billig, recht schnell gemacht, man benötigt kaum Material und es sieht hübsch aus! 
Nichts ist schlimmer als diese DIY Blogs von perfekten desperate housewives, die "mal eben" was machen, das Material für 500$, sechs Monate Zeit sowie eine Zementmischmaschine im Vorgarten benötigt.   

Ich habe verwendet: 
Schwarzen Tonkarton
Ast aus dem Garten 
Blumendraht 




Den Ast kann man weiß oder schwarz anmalen oder einfach so lassen, wie es dem persönlichen Gusto entspricht. 
Fledermäuse auf dem Tonkarton aufzeichnen, ausschneiden und mit Blumendraht am Ast befestigen - FERTIG!!! 

Toll finde ich auch, dass die Größe davon völlig einem selbst überlassen ist - ob groß über dem Wohnzimmertisch oder klein in einer Ecke. 

Hier hängt es momentan über der Garderobe und kommt bald über den Brunnen im Vorgarten. 


Instagram Video zu den Fledermäusen in Bewegung im Wind über besagten Brunnen: 

http://instagram.com/p/f7hfygvnEY/
Touching The Rainbow
Mit der Freunde, jetzt einen Garten zu haben, kam auch der Wunsch auf, dieses Jahr einen Kürbis zu schnitzen. Klar, kann man auch ohne Garten machen, aber in der urbanen Käfighaltung hatte ich persönlich nie wirklich Lust.

Nun war beim letzten Edeka Einkauf ein extra ausgewiesener "Schnitzkürbis" für 3,99€ schnell mitgenommen und wie sich herausstellte, brachten diese vier Euro Spaß für Stunden. 


Man benötigt neben dem Kürbis auf alle Fälle ein möglichst großes, scharfes Messer, ein kleines Messer sowie einen Löffel. 
Den Deckel durch viele einzelne Stiche um die Oberseite herum abnehmen, Kerne rausnehmen und dann beginnt das Schaben mit dem Löffel. Bis man die dünnen, grünen Adern im Kürbis sehen kann.

Das ist schnell beschrieben, dauert aber eine verdammte Ewigkeit und zwischendrin fällt einem der Arm ab. Abgesehen davon kann ich echt nicht verstehen, wieso in den USA Kinder zwar keine ü-Eier haben dürfen, aber Wettbewerbe bestreiten können, die derart scharfes Gerät und viel Kraft benötigen. Aber gut, sie sind halt manchmal etwas seltsam. Wer jedenfalls das als Beschäftigung für die eigenen Sprösslinge angedacht hat, sollte den Gedanken wieder fallen lassen. Mehr als helfen ist da vermutlich nicht drin.

Jetzt kommt der große Spaß: Das Gesicht schnitzen! 
Das geht auch relativ leicht, da unser Freund mittlerweile recht hohl im Kopf ist. Haha.

Kerze rein, Deckel drauf und tada, Freude für Jung und Alt! 




 
Touching The Rainbow
Dank eines geschnitzten Halloween Kürbis hatte ich jede Menge kleingehexeltes Kürbisfleisch, welches ich spontan in ein recht abgefahrenes Risotto verwandelt habe.
Sicher nicht für jeden Tag, aber für eine Halloweenfeier bestimmt genau das richtige und eine schöne Abwechslung zur tausendsten Kürbissuppe - dem Arschgeweih des Herbstes. 
Sie schmeckt nach einer Mischung aus Risotto, Kürbis und Chutney - ein fancy Crossover verschiedener Küchen. Und bevor mir spontan die Finger abfallen, weil ich fancy geschrieben habe, hier das Rezept: 

250gr Risottoreis
1.5l Gemüsebrühe
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Butter 
Olivenöl
1 Glas Weißwein
2 Hände voll geriebenen Parmesan (frischen! oder sie fallen euch ab!)
1 kleiner Hokaido oder Butternut Kürbis
Saft einer Mandarine 
2 Daumengroßes Stück Ingwer 
Abrieb einer Biozitrone (oder 4 Tropfen ätherisches Zitronenöl (primavera o.ä.))
Abrieb einer Bioorange (oder 4 Tropfen ätherisches Orangenöl (primavera o.ä)), 
 alternativ Orangenkaramellgewürz
Currypulver
Weißer Essig
3Tl Palmzucker (oder Brauner Zucker)
2 großzügige Schuss Mangowodka (Absolut)
Salz, Pfeffer

Kürbis waschen, vierteln, entkernen und kleinreiben. 
Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken. 
Ingwer schälen und hacken.

Butter und Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch anbraten, Reis dazugeben und ebenfalls anbraten, darauf achten dass nichts braun wird. 
Ingwer dazugeben.
Mit einem Glas Weißwein ablöschen 

Kürbis dazugeben, kräftig unterrühren.
Abrieb der Zitrusfrüchte sowie Mandarinensaft dazugeben.
Eine Kelle Brühe dazugeben, weiterrühren bis alles verkocht ist, wieder eine Kelle Brühe dazu usw, bis der Reis weichgekocht ist. 

Währenddessen ca 2El weißen Essig, Palmzucker und Currypulver  dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Ist der Reis weich, ein kleines Stück Butter, Wodka und Parmesan dazu, kurz umrühren und eine Minute ruhen lassen, dann servieren. 

Der Geschmack sollte so sein, dass sich alles in der Balance hält - süß und sauer, fruchtig und salzig. 

Guten Appetit